Was steckt hinter marmorierter Haut?

Beim Menschen kommt es vor, dass sich die Haut verändert. Nicht immer ist sie zu trocken oder entzündet, sondern kann auch ungewöhnliche Farben oder Muster aufweisen, etwa die marmorierte Haut. Diese kann im Kindesalter bei Babys auftreten, aber hier muss man klar feststellen: In den seltensten Fällen ist dieses Hautmuster gefährlich, sondern weist darauf hin, dass dem eigenen Körper zu kalt ist.

Marmorierte Haut – mögliche Krankheiten

Marmorierte SteineNatürlich kann eine Erkrankung dahinterstecken, auf welche die Haut mit der Musterung hinweist. Möglich ist eine Livedo reticularis, welche man in den meisten Fällen an den Extremitäten (Arme/Füße/Hände) oder dem Rumpf wiederfindet. Konkret bedeutet dies, dass Gefäße verengt sind und sich auf diese Weise bemerkbar machen. Sie verschwindet normalerweise, wenn man sich aus der Kälte oder kaltem Wasser zurück ins Warme begibt, da sich die Temperatur normalisiert.

Sollte das Muster an einigen Stellen unterbrochen sein und die Linien nicht durchgängig gezeichnet sein, sollte man den Arzt aufsuchen. Es könnte sich um eine Krankheit handeln. Es könnte eine Vielzahl der menschlichen Organe befallen sein, auf welche die Haut aufmerksam macht – bspw. das rheumatische Fieber oder eine rheumatoide Arthritis.

Anzeichen für Tod durch marmorierte Haut

Bei Menschen, die wenige Tage oder Stunden vor ihrem Tod sind, kündigt sich dieser unter anderem durch marmorierte Haut an. Es gibt noch viel mehr Anzeichen! Starke Unruhe, beispielsweise in Form von Greifen nach Gegenständen, Ausziehen der Kleidung, Entfernen der Bettdecke, Aufstehen oder Nesteln sind üblich. Genauso stärkere Teilnahmslosigkeit und Müdigkeit oder eine Bewusstseinsstörung. Diese resultiert in fehlenden Reaktionen auf optische oder akustische Reize. Die Orientierung im Raum, der gegenwärtigen Situation und der Zeit nimmt ab oder die Wahrnehmung geht verloren.

Da bei diesem Prozess im Körper die Durchblutung weiter abnimmt, bildet die Haut an den Extremitäten (Arme, Hände, Füße) kalte Stellen. Gleichzeitig fängt der Körper an, kalten Schweiß zu bilden. Da die Durchblutung sich auf die lebenswichtigen Organe konzentriert (eine Art Schutzfunktion), kann es passieren, dass die Beine marmoriert erscheinen. Die Blutbahnen sind besser zu sehen und die Haut ist fahl bis bleich.

Fazit

Sorgen sollte man sich erst machen, wenn die Linien nicht mehr durchgehend sind, die marmorierte Haut nach einiger Zeit im Warmen nicht verschwindet. Alternativ wenn die zuletzt beschriebenen Anzeichen bei sterbenden Patienten vorliegen. Ansonsten ist die Musterung der Haut ein normales Zeichen des Körpers, dass die Blutgefäße verengt sind.