Haut mit Traubenkernöl pflegen

Unterschiedliche Traubenkernöle findet man schon seit langer Zeit in vielen Supermärkten, es stammt aus vielen unterschiedlichen Weinanbaugebieten. Viel wichtiger als die Herkunft ist aber meist noch die Herstellung, ob es also heiß oder kalt gepresst wurde. Kalt gepresstes Bio-Öl ist bspw. etwas hochwertiger, aber auch enorm viel teurer.

Wie wird Traubenkernöl hergestellt?

Traubenkernöl mit KernenMeist gewinnt man das Öl aus Rückständen von zum Wein gekelterten Trauben (Trester), diese säubert man dabei und entfernt sämtliche Hüllen sowie das Fruchtfleisch, anschließend werden sie mit individuellen Verfahren getrocknet, um sie danach auszupressen. Bei der Pressung der Kerne wird fettes Öl abgesondert, je nach Kern ist ein Ölgehalt von 5 – 20 Prozent vorhanden.

Womit werden die Preisunterschiede gerechtfertigt?

Beim Traubenkernöl wird nicht wie beim Wein so stark auf die Herkunft geachtet, sondern vielmehr auf die Herstellungsvariante. Mit dieser steht und fällt auch der Preis, bei der Trocknung der Traubenkerne kann es bei verschiedenen günstigeren Verfahren zu Verunreinigungen mit Stoffen kommen, die bspw. Krebs oder andere Hautkrankheiten erzeugen, dies wird in der Praxis dann mit speziell angepassten Trocknungs- und Filterverfahren vermieden.

Auch wird bei der Pressung der Kerne werden teilweise unterschiedliche Verfahren angewendet, um die Ausbeute aus den Kernen zu erhöhen und mehr Öl gewinnen zu können. Dazu werden teilweise chemische Stoffe angewendet, um den Gehalt zu steigern – hier ist danach aber auch eine Filterung erforderlich, damit das Öl wieder benutzbar und genießbar wird. Hinzu kommt, dass bei der chemischen Variante ebenfalls wichtige Spurenelemente, Geschmacksstoffe und Vitamine abgetötet und beseitigt werden, was nicht unbedingt der Qualität zugute kommt. Hinzu kommen die hohen Grundkosten: Für einen Liter Traubenkernöl benötigt man bis zu einen Zentner (50 Kilogramm) Traubenkerne, was im Vergleich zu anderen Ölen recht viel ist.

Wie pflegt man die Haut mit Traubenkernöl?

Schale mit TraubenkernölSchon im Mittelalter erkannten die Menschen, wie gut die Wirkung und der Inhalt von Traubenkernöl sind. Es wurde unter anderem als Heilmittel für die Haut angewendet – dazu kam, dass es recht teuer war, immerhin dieser Trend hat sich mittlerweile etwas gewandelt.

Dabei gibt es zwei Varianten des Öles, das heiß gepresste wird eher für die Küche zum Braten genutzt, das kalt gepresste hingegen für Pflege der Haut. Es ist dank der hochwertigen Wirkstoffe in der Lage, rissige, spröde und strapazierte Hautstellen wieder zu heilen bzw. zu entlasten, kleinere Wunden zu beseitigen und die Haut natürlich zu pflegen. Sogar Verbrennungen wurden vor einiger Zeit noch mit dem Öl behandelt, was mittlerweile aufgrund chemischer Alternativen allerdings kaum noch üblich ist. Für kosmetische Anwendungen ist es allerdings noch sehr gut geeignet und macht sogar dem Olivenöl teilweise Konkurrenz.

Traubenkernöl enthält dazu noch ein sog. Polyphenol (das OPC),welches der Haut bei der natürlichen Pflege hilft und schlaffe Hautstellen beseitigt, außerdem sorgt es für eine bessere Erholung. Viele alternde Stellen werden eingeschränkt oder teilweise sogar beseitigt, was die Haut deutlich frischer und jünger aussehen lässt. Dazu wird sie bei häufiger Anwendung elastischer und straffer – sie ist dann besser vor Verletzungen geschützt.

Anwendung von Traubenkernöl

Wer seiner Haut etwas Gutes tun möchte, sollte nach dem Baden oder Duschen auf die noch feuchte Haut etwas Traubenkernöl auftragen und einmassieren, damit es gut einziehen kann. Aufgrund der Konsistenz ist es schnell eingewirkt und damit auch optimal, wenn man einmal nicht so viel Zeit haben sollte. Das Öl stellt damit ein sehr hochwertiges natürliches Hautpflegeprodukt dar.